Wenn Zahnschmerzen trotz Schmerzmittel bleiben oder sogar stärker werden, ist das ein deutliches Signal: Die Ursache sitzt meist tiefer, oft im Zahnnerv oder an der Wurzelspitze, und lässt sich mit Tabletten nicht beheben. Rufen Sie noch heute eine Zahnarztpraxis an und sagen Sie schon am Telefon, dass Sie Schmerzen haben. Bis zum Termin können Sie die Beschwerden vorsichtig überbrücken, ohne die Dosis eigenmächtig zu erhöhen. Hier erfahren Sie, was hinter den Schmerzen stecken kann, was Sie sicher tun können und wo Sie in Berlin schnell Hilfe finden.
Kurz gesagt
- Schmerzmittel lindern nur, sie behandeln keine Entzündung im Zahn. Wirken sie nicht mehr, steckt häufig eine fortgeschrittene Entzündung des Zahnnervs (Pulpitis) oder ein Abszess dahinter.
- Erhöhen Sie die Dosis nicht auf eigene Faust: Für rezeptfreies Ibuprofen gelten für Erwachsene höchstens 1.200 mg am Tag.
- Bis zum Termin helfen Kühlen von außen, Ruhe und der Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Hitze.
- Schwellung am Auge oder Hals, Atem- oder Schluckbeschwerden: Das ist ein Notfall für das Krankenhaus.
- In Berlin gibt es außerhalb der Sprechzeiten den zahnärztlichen Notdienst, und CASA DENTALIS bietet an seinen Standorten im Süden und Westen Berlins einen täglichen Notdienst an.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Schmerzmittel bei Zahnschmerzen manchmal nicht mehr helfen
- Die häufigsten Ursachen hinter anhaltenden Zahnschmerzen
- Schmerzbild und Dringlichkeit im Überblick
- Was Sie bis zum Termin sicher tun können
- Schmerzmittel richtig einnehmen, auch wenn sie kaum wirken
- Wann es ein Notfall ist
- Zahnärztlicher Notdienst in Berlin
- Wie wir die Ursache finden und behandeln
- Unsere Sicht als Familienpraxis
- Schnelle Hilfe bei CASA DENTALIS
- Häufige Fragen
- Quellen
Warum Schmerzmittel bei Zahnschmerzen manchmal nicht mehr helfen
Rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol dämpfen das Schmerzempfinden, Ibuprofen wirkt zusätzlich entzündungshemmend. Die eigentliche Ursache, etwa Bakterien im Zahninneren oder Eiter an der Wurzelspitze, bleibt aber bestehen. Solange die Entzündung fortschreitet, wird der Reiz stärker, und irgendwann reicht die Wirkung einer Tablette nicht mehr aus.
Beim Zahn kommt eine Besonderheit hinzu: Der Zahnnerv liegt in einer festen Kammer aus Zahnhartsubstanz. Schwillt das Gewebe dort an, kann es nicht ausweichen. Der Druck steigt, und genau dieser pochende, oft in den Kiefer oder das Ohr ausstrahlende Schmerz ist für viele Betroffene das Zeichen, dass „nichts mehr hilft“.
Das MSD Manual für Fachkreise beschreibt, dass Schmerzqualität und Verlauf viel über die Ursache verraten: Ein Schmerz, der spontan auftritt oder nach einem Kälte- oder Wärmereiz lange anhält, spricht eher für eine schwerere Entzündung des Zahnnervs. Ein kurzer Schmerz, der sofort wieder abklingt, ist dagegen oft harmloser.

Die häufigsten Ursachen hinter anhaltenden Zahnschmerzen
Nach dem MSD Manual für Patienten gehören Karies, eine Entzündung des Zahnnervs, ein Abszess an der Wurzelspitze, Verletzungen sowie durchbrechende Weisheitszähne zu den häufigsten Gründen für Zahnschmerzen. Wenn Schmerzmittel versagen, stehen vor allem diese Ursachen im Raum:
Fortgeschrittene Karies und Pulpitis
Hat Karies den Zahnnerv erreicht, entzündet sich das Gewebe im Zahninneren. Typisch sind ein ziehender oder pochender Schmerz, der nach Kaltem oder Warmem nachklingt, und Beschwerden, die nachts im Liegen zunehmen. Eine Pulpitis kann auch unter älteren, großen oder undichten Füllungen und Kronen entstehen.
Abszess an der Zahnwurzel
Stirbt der Zahnnerv ab, können sich Bakterien bis zur Wurzelspitze ausbreiten. Dort bildet sich Eiter. Der Zahn fühlt sich dann oft „zu hoch“ an, schmerzt beim Zubeißen oder Klopfen, und die Wange kann anschwellen. Mehr zu diesem Schmerzbild lesen Sie in unserem Beitrag zu Schmerzen bei einem Zahnabszess.
Risse und Brüche im Zahn
Ein feiner Riss in der Krone oder ein Bruch der Wurzel ist von außen oft nicht zu sehen. Typisch ist ein kurzer, stechender Schmerz beim Kauen, vor allem beim Loslassen. Das MSD Manual führt unvollständige Kronenfrakturen und senkrechte Wurzelbrüche ausdrücklich als mögliche Schmerzquelle auf. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, hilft unser Ratgeber zu stechenden Schmerzen beim Kauen.
Entzündetes Zahnfleisch um einen Weisheitszahn
Bricht ein Weisheitszahn nur teilweise durch, kann sich das Zahnfleisch darüber entzünden (Perikoronitis). Die Schmerzen strahlen oft in Kiefer, Ohr oder Hals aus, das Schlucken und Öffnen des Mundes kann schwerfallen.
Parodontitis und Zahnfleischtaschen
Eine fortgeschrittene Zahnbetterkrankung kann tiefe Taschen bilden, in denen sich ein Abszess entwickelt. Der Schmerz ist dann eher dumpf und betrifft das Zahnfleisch rund um einen oder mehrere Zähne. Auf unserer Seite zur Behandlung von Parodontitis erklären wir, wie wir hier vorgehen.
Ursachen außerhalb des Zahns
Nicht jeder Schmerz im Oberkiefer kommt vom Zahn. Eine Entzündung der Kieferhöhle (Sinusitis) kann sich wie Zahnschmerz anfühlen, oft an mehreren Backenzähnen gleichzeitig und stärker beim Bücken. Die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik weist darauf hin, dass bei Ursachen außerhalb der Zähne eine fachübergreifende Abklärung nötig sein kann, etwa gemeinsam mit einer HNO-Praxis.
Schmerzbild und Dringlichkeit im Überblick
Die folgende Übersicht ersetzt keine Untersuchung, hilft Ihnen aber einzuschätzen, wie schnell Sie handeln sollten.
| Was Sie spüren | Mögliche Ursache | Wie schnell zum Zahnarzt? |
|---|---|---|
| Pochender Dauerschmerz, nachts stärker, Tabletten wirken kaum | Entzündung des Zahnnervs (Pulpitis) | Am selben oder nächsten Tag |
| Schmerz nach Kaltem oder Warmem, der lange nachklingt | Fortgeschrittene Pulpitis | Innerhalb von ein bis zwei Tagen |
| Zahn fühlt sich zu hoch an, Schmerz beim Zubeißen und Klopfen | Entzündung oder Abszess an der Wurzelspitze | Am selben Tag |
| Dicke Backe, Fieber, schlechter Geschmack im Mund | Abszess mit Ausbreitung | Sofort, notfalls im Notdienst |
| Kurzer, stechender Schmerz beim Kauen | Riss oder Bruch im Zahn | Innerhalb weniger Tage, bei starken Schmerzen sofort |
| Schmerz an mehreren oberen Backenzähnen, stärker beim Bücken | Kieferhöhlenentzündung | Zahnärztliche Abklärung, eventuell HNO |
| Schwellung am Auge oder Hals, Atem- oder Schluckbeschwerden | Sich ausbreitende Infektion | Sofort ins Krankenhaus oder 112 |

Was Sie bis zum Termin sicher tun können
Diese Maßnahmen überbrücken die Zeit bis zur Behandlung. Sie ersetzen sie nicht. Die Empfehlungen stützen sich auf die Patienteninformation von zahn.de zur Hilfe bei Zahnschmerzen.
- Von außen kühlen: Legen Sie einen in ein Tuch gewickelten Kühlakku in kurzen Intervallen an die Wange. Eis nie direkt auf die Haut legen.
- Wärme meiden: Wärmflasche, Rotlicht oder heiße Getränke können eine Entzündung verstärken.
- Auf Alkohol und Nikotin verzichten: Beides kann die Beschwerden verschlimmern und verträgt sich nicht mit Schmerzmitteln.
- Den Kopf etwas höher lagern: Viele Menschen spüren den Druck im Liegen stärker. Ein zusätzliches Kissen kann nachts helfen.
- Die schmerzende Seite schonen: Essen Sie weiche, lauwarme Speisen und kauen Sie auf der anderen Seite.
- Hausmittel nur ergänzend: Eine Salzwasserspülung oder eine Gewürznelke an der Stelle können Beschwerden möglicherweise kurzzeitig lindern. Eine Entzündung im Zahn heilen sie nicht.
Ausführliche Tipps für die ersten Stunden finden Sie in unserem Leitfaden zur Ersten Hilfe bei Zahnschmerzen.
Schmerzmittel richtig einnehmen, auch wenn sie kaum wirken
Der Gedanke liegt nahe: Wenn eine Tablette nicht reicht, nehme ich zwei. Genau davon raten wir ab. Nach dem BfArM-Mustertext für rezeptfreies Ibuprofen liegt die Einzeldosis für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene ab 40 kg bei 200 bis 400 mg, die Tageshöchstdosis bei 1.200 mg. Maßgeblich ist immer die Packungsbeilage Ihres Präparats.
Für höher dosiertes Ibuprofen betont das BfArM, dass die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten Zeitraum eingenommen werden soll. Es warnt vor Blutungen, Geschwüren und Durchbrüchen im Magen-Darm-Trakt; das Risiko steigt mit höherer Dosis und wenn gleichzeitig blutungsfördernde Medikamente eingenommen werden. Kombinieren Sie Ibuprofen deshalb nicht mit anderen Mitteln derselben Gruppe wie Diclofenac oder Naproxen.
Worauf Sie außerdem achten sollten:
- ASS (Acetylsalicylsäure) eher meiden: zahn.de rät davon ab, weil sie bei einem Eingriff zu stärkeren Blutungen führen kann.
- Ibuprofen 800: Eine so hohe Einzeldosis nehmen Sie nur, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sie Ihnen verordnet hat.
- Vorerkrankungen und Dauermedikamente: Wenn Sie Blutverdünner einnehmen, Magen-, Nieren- oder Herzprobleme haben oder schwanger sind, fragen Sie vor der Einnahme in der Apotheke oder bei Ihrer Hausarztpraxis nach, welches Mittel für Sie in Frage kommt.
- Kinder: Für Kinder gelten eigene Dosierungen nach Alter und Gewicht. Ist Ihr Kind betroffen, finden Sie bei unserem Kinderzahnarzt-Notfall schnelle Hilfe.
Welche Wirkstoffe sich bei Zahnschmerzen grundsätzlich bewährt haben, erklären wir im Ratgeber zum besten Schmerzmittel bei Zahnschmerzen.
Helfen Antibiotika?
Viele Patientinnen und Patienten hoffen auf ein Antibiotikum. Bei einer Entzündung des Zahnnervs ist das meist nicht die Lösung: Ein Cochrane-Review zu Antibiotika bei irreversibler Pulpitis fand keine ausreichenden Belege, dass sie die Schmerzen lindern. Entscheidend ist die zahnärztliche Behandlung. Verordnet Ihnen Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt bei einer sich ausbreitenden Infektion ein Antibiotikum, nehmen Sie es regelmäßig und lange genug ein, und verwenden Sie nie Reste oder Tabletten anderer Personen.
Wann es ein Notfall ist
Ein Zahnarztbesuch möglichst noch am selben Tag ist nötig, wenn die Schmerzen stark sind, Ihr Kiefer anschwillt oder Eiter aus dem Zahnfleisch austritt, so das MSD Manual. Die BARMER nennt zusätzlich Fieber, Kiefer- oder Kopfschmerzen, geschwollenes oder blutendes Zahnfleisch, eine dicke Backe und einen abgebrochenen oder ausgeschlagenen Zahn als Gründe für eine dringende Abklärung.
Sofort ins Krankenhaus gehören Sie, wenn:
- eine Schwellung bis zum Auge oder zum Hals reicht oder
- Sie schlecht Luft bekommen, kaum schlucken oder sprechen können.
Der britische NHS nennt Schwellungen um Auge oder Hals sowie Schwellungen, die Atmen, Schlucken oder Sprechen erschweren, als sofortigen Notfall. Rufen Sie in diesem Fall den Notruf 112 an oder fahren Sie in eine Rettungsstelle.
Zahnärztlicher Notdienst in Berlin
Außerhalb der Sprechzeiten ist bei starken Zahnschmerzen der zahnärztliche Notdienst zuständig, so das Gesundheitsportal des Bundes. In Berlin organisiert ihn die Kassenzahnärztliche Vereinigung. Auf der Notdienstseite der KZV Berlin finden Sie für Wochenenden und Feiertage pro Bezirk eine Praxis am Vormittag von 9 bis 12 Uhr und eine am Nachmittag von 15 bis 18 Uhr, dazu einen Nachtnotdienst. Die aktuell eingeteilten Praxen wechseln, schauen Sie deshalb immer kurz vor dem Losfahren nach.
Wohnen Sie im Süden oder Westen Berlins, etwa in Lichterfelde, Steglitz, Zehlendorf, Dahlem, Grunewald, Wilmersdorf oder Charlottenburg-Westend, liegt einer unserer fünf Standorte in Ihrer Nähe. Unser täglicher Notdienst ist für genau die Situation da, in der Tabletten nicht mehr reichen.

Wie wir die Ursache finden und behandeln
Im Termin hören wir Ihnen zuerst zu: Seit wann haben Sie Schmerzen, wie fühlen sie sich an, was haben Sie schon eingenommen? Dann untersuchen wir Gesicht, Mund und Zähne. Wie im MSD Manual beschrieben, gehören je nach Befund ein Kältetest, das Abklopfen der Zähne und ein Röntgenbild dazu. So lässt sich meist schnell eingrenzen, welcher Zahn betroffen ist und warum.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache:
- Entzündeter Zahnnerv: Wir entlasten den Zahn, entfernen das entzündete Gewebe und reinigen die Wurzelkanäle. Mehr dazu auf unserer Seite zur Wurzelkanalbehandlung (Endodontie).
- Abszess: Eiter wird abgeleitet, zum Beispiel über den Zahn oder einen kleinen Schnitt im Zahnfleisch. Danach folgt die Behandlung der Ursache.
- Entzündung an der Wurzelspitze trotz früherer Wurzelbehandlung: Hier kann eine Wurzelspitzenresektion den Zahn erhalten. Diesen Eingriff bieten wir in unserer Oralchirurgie an.
- Riss oder Bruch: Je nach Ausmaß stabilisieren wir den Zahn, häufig mit einer Krone.
- Zahnfleischtasche oder Parodontitis: Reinigung der Taschen und eine strukturierte Parodontitistherapie.
Unser Ziel ist immer, Ihren eigenen Zahn zu erhalten. Gelingt das nicht mehr, beraten wir Sie ruhig und transparent über einen festen Ersatz, etwa ein Implantat oder eine Brücke.
Unsere Sicht als Familienpraxis
Wenn Patienten mit Zahnschmerzen trotz Schmerzmittel zu uns kommen, haben viele schon eine schlaflose Nacht hinter sich und eine halbe Packung Tabletten genommen. Manche haben den Termin auch aus Angst vor der Behandlung hinausgeschoben. Das verstehen wir gut, und wir machen niemandem Vorwürfe.
Unsere Erfahrung aus vielen Jahren in Berlin ist eindeutig: Je früher wir einen entzündeten Zahn sehen, desto eher können wir ihn erhalten und desto kleiner bleibt der Eingriff. Deshalb gibt es bei uns einen täglichen Notdienst und lange Öffnungszeiten an allen fünf Standorten. Wer Schmerzen hat, soll nicht tagelang warten müssen.
Für ängstliche Patientinnen und Patienten nehmen wir uns besonders viel Zeit. Wir erklären jeden Schritt, und wer möchte, kann die Behandlung mit Lachgas oder in Vollnarkose erleben. Und wenn ein Zahn doch nicht mehr zu retten ist, sprechen wir offen über Lösungen und Kosten, damit Sie wieder fest zubeißen können.
Dr. Herbst (Zahnarzt und Mitgründer von CASA DENTALIS)
Schnelle Hilfe bei CASA DENTALIS
Bei CASA DENTALIS kümmert sich eine große Berliner Zahnarzt-Familie um Ihre Schmerzen: an fünf Standorten im Süden und Westen Berlins, mit täglichem Notdienst und einem Team, das auch mit Angstpatienten viel Erfahrung hat. Unser Hauptstandort in Lichterfelde liegt in der Drakestraße 23a, 12205 Berlin. Rufen Sie uns an und sagen Sie gleich, dass Sie Schmerzen haben, damit wir Ihnen schnell einen Termin geben können. Alle Standorte und Kontaktwege finden Sie auf unserer Startseite mit Notdienst und Terminen.
Muss ein Zahn ersetzt werden, sind wir auch dafür Ihre Ansprechpartner. Für eine Einzelzahnversorgung mit Implantat nennen wir 800–1.600 €, für eine Zahnkrone als Zahnersatz 400 €. Ihren persönlichen Kostenplan besprechen wir in Ruhe mit Ihnen.
Häufige Fragen
Was tun, wenn Schmerzmittel bei Zahnschmerzen nicht helfen?
Rufen Sie noch am selben Tag eine Zahnarztpraxis an und schildern Sie Ihre Schmerzen genau. Außerhalb der Sprechzeiten wenden Sie sich an den zahnärztlichen Notdienst. Erhöhen Sie die Dosis nicht eigenmächtig, sondern überbrücken Sie mit Kühlen und Schonen.
Ist Ibuprofen 800 gut gegen Zahnschmerzen?
Ibuprofen wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend und wird bei Zahnschmerzen häufig eingesetzt. Rezeptfrei sind Einzeldosen von 200 bis 400 mg und höchstens 1.200 mg am Tag vorgesehen. 800 mg nehmen Sie nur, wenn Ihnen ein Arzt oder Zahnarzt diese Dosis verordnet hat.
Welche Hausmittel beruhigen den Zahnnerv?
Kühlen von außen, eine Salzwasserspülung oder eine Gewürznelke können Beschwerden kurzzeitig lindern. Einen entzündeten Zahnnerv beruhigen sie aber nicht dauerhaft. Wenn Schmerzmittel schon nicht mehr wirken, braucht der Zahn eine Behandlung.
Ist Alkohol bei Zahnschmerzen empfehlenswert?
Nein. Alkohol kann die Beschwerden verstärken und verträgt sich nicht mit Schmerzmitteln. Verzichten Sie bis zur Behandlung auch auf Nikotin.
Können Zahnschmerzen von allein verschwinden?
Lässt der Schmerz plötzlich nach, kann das bedeuten, dass der Zahnnerv abgestorben ist. Die Entzündung kann dann unbemerkt weiter zur Wurzelspitze wandern. Lassen Sie den Zahn deshalb auch dann untersuchen, wenn es gerade nicht mehr wehtut.
Quellen
- MSD Manual: Zahnschmerzen (Ausgabe für Patienten)
- MSD Manual: Zahnschmerzen und Infektionen (Ausgabe für Fachkreise)
- zahn.de: Zahnschmerzen, was tun?
- GZFA: Hilfe bei Zahnschmerzen
- BfArM: Mustertext Ibuprofen, rezeptfrei
- BfArM: Mustertext Ibuprofen, höher dosiert
- Cochrane: Antibiotika bei irreversibler Pulpitis
- Patienten-Information.de: Antibiotika, wenn sie nicht mehr wirken
- BARMER: Zahnschmerzen, was hilft und wann zum Zahnarzt?
- NHS: Toothache
- gesund.bund.de: Ärztlicher Bereitschaftsdienst
- KZV Berlin: Zahnärztlicher Notdienst


