Kurz gesagt:
- Ein Sofortimplantat wird unmittelbar nach dem Zahnziehen in dasselbe Knochenfach eingesetzt, um die Behandlungsdauer zu verkürzen. Es ist nur bei ausreichender Knochenqualität, ohne Entzündung und mit guter Primärstabilität möglich und erfordert eine präzise Planung mittels 3D-Diagnostik. Das Verfahren umfasst eine Sitzung für Extraktion, Implantation, Provisorium und eine Einheilzeit von drei bis sechs Monaten für den endgültigen Zahnersatz.
Ein Sofortimplantat ist ein Zahnimplantat, das unmittelbar nach dem Entfernen eines Zahns in dasselbe Knochenfach eingesetzt wird, ohne eine separate Heilungsphase abzuwarten. Der Fachbegriff lautet „Sofortimplantation" oder „Sofortbelastung". Dieser Ablauf verkürzt die Gesamtbehandlungszeit gegenüber dem klassischen Verfahren um mehrere Monate, setzt aber bestimmte medizinische Voraussetzungen voraus. Wer sich für den Sofortimplantat nach Zahnziehen Ablauf interessiert, sollte verstehen, wann diese Methode möglich ist, wie der Eingriff genau abläuft und was danach kommt.
Wann ist ein Sofortimplantat nach Zahnziehen möglich?
Die Sofortimplantation ist nur unter bestimmten Bedingungen durchführbar. Nicht jeder Zahn, der gezogen wird, eignet sich automatisch für ein sofortiges Implantat.
Medizinische Voraussetzungen im Überblick
Die wichtigste Voraussetzung: keine akute Entzündung im Zahnfach. Liegt Eiter vor oder besteht eine aktive Infektion, muss diese zuerst vollständig abheilen. Erst dann ist eine Implantation sicher möglich.
Dazu kommt die Knochenqualität. Das Implantat muss direkt nach dem Einsetzen fest im Knochen sitzen, was Fachleute als Primärstabilität bezeichnen. Fehlt ausreichend Knochenmasse oder ist der Knochen durch frühere Entzündungen vorgeschädigt, ist Knochenaufbau vor Implantation oft notwendig.
Besonders gut geeignet sind:
- Einwurzelige Zähne, etwa Schneidezähne oder Eckzähne im Frontbereich
- Zähne ohne ausgedehnte Entzündung oder Knochenabbau
- Patienten mit guter allgemeiner Gesundheit und ausreichender Knochenhöhe
Weniger geeignet oder ausgeschlossen sind Patienten, die stark rauchen, an unkontrolliertem Diabetes leiden oder Medikamente einnehmen, die die Knochenheilung beeinträchtigen. Auch mehrwurzelige Backenzähne stellen höhere Anforderungen und werden seltener sofort implantiert.
Diagnostik als Grundlage der Planung
Moderne 3D-Diagnostik per DVT hat die Sofortimplantation in den letzten Jahren deutlich sicherer gemacht. Das digitale Volumentomogramm zeigt Knochenhöhe, Knochenbreite und die genaue Lage von Nervkanälen in drei Dimensionen. Auf dieser Basis plant der Implantologe die exakte Position des Implantats noch vor dem Eingriff. Wer wissen möchte, ob er grundsätzlich für ein Sofortimplantat in Frage kommt, findet auf dem Ratgeber zur Eignung von CASA DENTALIS eine erste Orientierung.

Profi-Tipp: Bringen Sie zum Erstgespräch alle vorhandenen Röntgenbilder mit. Das spart Zeit und gibt dem Implantologen sofort einen ersten Überblick über Ihre Knochensituation.
Wie läuft eine Sofortimplantation Schritt für Schritt ab?
Der gesamte Eingriff findet in einer einzigen Sitzung statt. Das ist der entscheidende Unterschied zum klassischen Verfahren, bei dem Zahnziehen und Implantation auf zwei separate Termine aufgeteilt werden.
Die einzelnen Schritte im Detail
-
Lokalanästhesie: Der Bereich wird vollständig betäubt. Der Eingriff ist für Sie nicht schmerzhaft. Wer sehr ängstlich ist, kann zusätzlich eine Sedierung erhalten.
-
Minimalinvasives Zahnziehen: Der Zahn wird so schonend wie möglich entfernt, um die umgebende Knochenstruktur zu erhalten. Dabei wird darauf geachtet, die Knochenwände des Zahnfachs nicht zu beschädigen.
-
Vorbereitung des Implantatbetts: Das leere Zahnfach wird gereinigt und aufbereitet. Anschließend wird mit speziellen Bohrern die Aufnahme für das Implantat vorbereitet. Dieser Eingriff gilt als minimalinvasiv, erfordert aber präzise Bohrung und Erfahrung, um Knochenschäden zu vermeiden.
-
Einsetzen des Implantats: Das Titanimplantat wird direkt in das Knochenfach eingedreht. Das Eindrehmoment zeigt dem Arzt, ob die Primärstabilität ausreicht. Spezielle Implantate mit progressivem Gewinde unterstützen dabei die schnelle Verankerung im Knochen.
-
Einsetzen des Provisoriums: Nach der Implantatsetzung verlässt der Patient die Praxis mit einem provisorischen Zahnersatz. Dieser Provisorium wird so gestaltet, dass er keinen direkten Kontakt zum Gegenzahn hat, um das Implantat während der Einheilung nicht zu belasten.
-
Naht und Wundversorgung: Die Wunde wird vernäht. Der Fadenzug erfolgt nach 7–10 Tagen.
-
Einheilphase und Osseointegration: Das Implantat wächst in den nächsten 3–6 Monaten fest mit dem Knochen zusammen. Dieser biologische Prozess heißt Osseointegration und dauert auch bei Sofortimplantaten 3–6 Monate, genau wie beim klassischen Verfahren.
-
Abschlusskontrolle und endgültige Versorgung: Nach vollständiger Einheilung wird der endgültige Zahnersatz, also Krone oder Brücke, eingesetzt.
Zeitlicher Überblick
| Phase | Zeitraum |
|---|---|
| Eingriff (Extraktion und Implantation) | 20–60 Minuten |
| Fadenzug | nach 7–10 Tagen |
| Osseointegration | 3–6 Monate |
| Einsetzen des endgültigen Zahnersatzes | nach vollständiger Einheilung |

Der gesamte Behandlungsprozess umfasst Diagnostik, Implantat-OP, kontrollierte Einheilung und abschließende Versorgung mit endgültigem Zahnersatz.
Profi-Tipp: Planen Sie für den Tag des Eingriffs keine wichtigen Termine. Die Betäubung hält mehrere Stunden an, und Sie sollten sich danach ausruhen können.
Welche Vor- und Nachteile hat die Sofortimplantation?
Kein medizinisches Verfahren ist für jeden Patienten gleich gut geeignet. Die Sofortimplantation hat klare Stärken, aber auch Grenzen.
Vorteile
- Weniger Eingriffe: Zahnziehen und Implantation finden in einer Sitzung statt. Das spart Zeit und reduziert die Gesamtbelastung.
- Kürzere Gesamtbehandlungszeit: Die Behandlungszeit verkürzt sich gegenüber dem klassischen Vorgehen um mehrere Monate, weil keine separate Heilungsphase nach dem Zahnziehen abgewartet wird.
- Sofortiges Provisorium: Sie verlassen die Praxis nicht mit einer sichtbaren Lücke. Das ist besonders im Frontbereich wichtig.
- Knochenerhalt: Das frühe Einsetzen des Implantats kann den Knochenabbau, der nach einer Extraktion natürlicherweise einsetzt, bremsen.
Nachteile und Risiken
- Höheres Risiko bei ungünstigen Voraussetzungen: Das Risiko eines frühen Implantatverlusts ist bei Sofortimplantaten größer als beim klassischen Vorgehen. Deshalb ist Erfahrung des Implantologen entscheidend.
- Kein sofort fertiger endgültiger Zahnersatz: Das Wort „sofort" bezieht sich auf das Einsetzen des Implantats und das Provisorium, nicht auf den fertigen Zahnersatz. Die Krone kommt erst nach der Einheilphase.
- Nicht für jeden geeignet: Raucher, Patienten mit vorgeschädigtem Knochen oder aktiver Entzündung kommen für dieses Verfahren nicht in Frage.
- Höhere technische Anforderungen: Der Eingriff ist anspruchsvoller als eine klassische Implantation und erfordert einen erfahrenen Implantologen mit moderner Ausstattung.
Wer die Voraussetzungen nicht erfüllt, bekommt bei CASA DENTALIS eine ehrliche Einschätzung und eine passende Alternative, etwa die klassische Implantation nach einer Heilungsphase.
Was kostet ein Sofortimplantat, und was sollten Sie vorbereiten?
Viele Patienten möchten schon vor dem ersten Termin wissen, was auf sie zukommt. Das ist verständlich, und CASA DENTALIS spricht offen über Kosten.
Kosten und Leistungsumfang
Ein Einzelzahnimplantat in Berlin kostet je nach Zahnposition und Versorgungsart zwischen ungefähr 800 € und 1.600 €. Dieser Preis umfasst in der Regel das Implantat selbst, den Aufbau und die Krone. Bei einem Sofortimplantat kommen Kosten für das Provisorium und die aufwendigere Planung hinzu, was den Gesamtpreis leicht erhöhen kann. CASA DENTALIS arbeitet mit Nobel Biocare zusammen, einem der weltweit führenden Hersteller von Premiumimplantaten, und liegt dabei etwa 20–30 % unter dem Berliner Marktniveau.
Wer bereits einen Heil- und Kostenplan von einem anderen Arzt hat, kann diesen gerne mitbringen. CASA DENTALIS macht in vielen Fällen ein besseres Angebot. Einen Überblick zu Implantatkosten in Berlin finden Sie auf der entsprechenden Seite.
Was ist in den Kosten enthalten?
- Diagnostik inklusive DVT-Aufnahme und 3D-Planung
- Chirurgischer Eingriff mit Extraktion und Implantation
- Provisorischer Zahnersatz für die Einheilphase
- Nachsorgeuntersuchungen und Fadenzug
- Endgültige Krone nach vollständiger Osseointegration
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt einen Festzuschuss für den Zahnersatz, nicht aber für das Implantat selbst. Viele private Zusatzversicherungen beteiligen sich an den Implantatkosten. Es lohnt sich, das vor dem Termin zu prüfen.
Vorbereitung für den Operationstag
- Essen Sie vor dem Eingriff normal, sofern keine Sedierung geplant ist.
- Nehmen Sie Ihre Medikamentenliste mit.
- Organisieren Sie eine Begleitung für den Heimweg, falls Sie sediert werden.
- Planen Sie die nächsten ein bis zwei Tage ruhig ein.
Wichtige Erkenntnisse
Ein Sofortimplantat ist nur bei entzündungsfreiem Knochen und ausreichender Primärstabilität möglich, verkürzt die Behandlungszeit aber erheblich gegenüber dem klassischen Verfahren.
| Thema | Details |
|---|---|
| Voraussetzungen | Kein Eiter, ausreichend Knochen und gute allgemeine Gesundheit sind zwingend erforderlich. |
| Ablauf | Extraktion und Implantation in einer Sitzung, Provisorium am gleichen Tag, Krone nach 3–6 Monaten. |
| Einheilzeit | Die Osseointegration dauert auch bei Sofortimplantaten 3–6 Monate wie beim klassischen Verfahren. |
| Kosten bei CASA DENTALIS | Einzelzahnimplantat in Berlin ab ca. 800 € bis 1.600 €, Nobel Biocare Qualität, 20–30 % unter Marktniveau. |
| Risiko | Früher Implantatverlust ist möglich, weshalb Erfahrung des Implantologen entscheidend ist. |
Was ich nach Jahren mit Sofortimplantaten wirklich gelernt habe
Ich werde oft gefragt, ob ein Sofortimplantat „besser" ist als das klassische Verfahren. Meine ehrliche Antwort: Es ist nicht besser oder schlechter. Es ist ein anderes Verfahren für eine bestimmte Situation.
Was mich nach vielen Jahren in der Implantologie immer wieder überrascht, ist die Erwartung mancher Patienten, dass „sofort" bedeutet, man verlässt die Praxis mit einem fertigen Zahn. Das stimmt nicht. Man verlässt die Praxis mit einem Provisorium. Der endgültige Zahnersatz kommt erst nach der Einheilphase. Wer das nicht weiß, ist hinterher enttäuscht, obwohl alles perfekt gelaufen ist.
Das zweite, was ich gelernt habe: Die Indikationsstellung ist alles. Ein Sofortimplantat bei einem Patienten mit entzündlichem Knochen oder schlechter Mundhygiene einzusetzen, wäre ein Fehler. Ich lehne solche Fälle ab, auch wenn der Patient enttäuscht ist. Denn ein Implantat, das nach drei Monaten verloren geht, hilft niemandem.
Und noch etwas: Patienten, die gut informiert in den Eingriff gehen, haben eine deutlich bessere Erfahrung. Sie wissen, was sie erwartet, halten die Nachsorgeregeln ein und melden sich bei Fragen. Das macht einen echten Unterschied für das Ergebnis.
— Dr. Herbst (Zahnarzt und Mitgründer von CASA DENTALIS)
Sofortimplantate bei CASA DENTALIS in Berlin
CASA DENTALIS behandelt Patienten im Süden und Westen Berlins an fünf Standorten, darunter Lichterfelde, Steglitz und Schlachtensee. Die Praxis ist von 7:30 bis 21:00 Uhr geöffnet, sieben Tage die Woche, 364 Tage im Jahr. Wer einen dringenden Fall hat, bekommt schnell einen Termin.
Für Implantate arbeitet CASA DENTALIS mit Nobel Biocare zusammen und bietet günstige Zahnimplantate in Berlin zu Preisen, die deutlich unter dem Berliner Durchschnitt liegen. Die Beratung ist kostenlos. Wer bereits ein Angebot von einem anderen Arzt hat, kann es mitbringen. In vielen Fällen kann CASA DENTALIS ein besseres Angebot machen. Rufen Sie einfach an: 030 53 14 19 10 oder vereinbaren Sie Ihren Termin direkt online.
FAQ
Was bedeutet „Sofortimplantat" genau?
Ein Sofortimplantat wird direkt nach dem Zahnziehen in dasselbe Knochenfach eingesetzt, ohne eine separate Heilungsphase abzuwarten. Das Wort „sofort" bezieht sich auf den Zeitpunkt der Implantation, nicht auf den fertigen endgültigen Zahnersatz.
Wie lange dauert die Einheilphase nach einem Sofortimplantat?
Die Osseointegration, also das Einwachsen des Implantats in den Knochen, dauert 3–6 Monate. Erst danach wird der endgültige Zahnersatz eingesetzt.
Ist ein Sofortimplantat schmerzhaft?
Der Eingriff findet unter Lokalanästhesie statt und ist nicht schmerzhaft. In den Tagen danach sind leichte Schwellungen und Druckgefühl normal, die sich mit gängigen Schmerzmitteln gut behandeln lassen.
Für wen ist ein Sofortimplantat nicht geeignet?
Patienten mit akuter Entzündung im Zahnfach, unzureichender Knochenmasse, starkem Rauchen oder bestimmten Grunderkrankungen kommen für eine Sofortimplantation nicht in Frage. In diesen Fällen ist das klassische Verfahren mit einer vorherigen Heilungsphase die sichere Wahl.
Was kostet ein Sofortimplantat bei CASA DENTALIS?
Ein Einzelzahnimplantat kostet in Berlin je nach Zahnposition zwischen ca. 800 € und 1.600 €. CASA DENTALIS liegt mit Nobel Biocare Implantaten etwa 20–30 % unter dem Berliner Marktniveau. Die Beratung ist kostenlos.


