Scroll Top

Zähneknirschen mit Implantat: Auswirkungen, Risiken und Schutz

Zähneknirschen belastet ein Implantat stärker als einen natürlichen Zahn. Einem Implantat fehlt die federnde Aufhängung im Kiefer, deshalb gehen die Kräfte fast ungedämpft auf Knochen, Schraube und Krone. Die Folgen können Knochenabbau, gelockerte Schrauben, abgeplatzte Keramik und im ungünstigsten Fall der Verlust des Implantats sein. Trotzdem gilt: Wer knirscht, kann in aller Regel ein Implantat bekommen. Wichtig ist, dass das Knirschen vor der Behandlung erkannt wird und Planung, Material und Nachsorge darauf ausgerichtet sind. Im Folgenden erklären wir, was beim Knirschen im Mund passiert, wie groß das Risiko laut Studienlage ist und was Sie selbst und Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt zum Schutz tun können.

CASA DENTALIS
dr-flex.de
Implantate trotz Zähneknirschen
Bei CASA DENTALIS in Berlin wird Knirschen bei der Implantatplanung berücksichtigt, damit Schutz und Nachsorge zu Ihrer Situation passen.
Implantat-Termin vereinbaren

Kurz gesagt

  • Knirschen ist kein Ausschlussgrund für ein Implantat. Es muss aber bei der Planung berücksichtigt werden.
  • Ohne die dämpfende Zahnwurzelhaut wirken Knirschkräfte direkt auf Implantat und Kieferknochen. Mögliche Folgen sind Knochenabbau, Schraubenlockerung und Brüche im Zahnersatz.
  • Bei Menschen, die knirschen, fallen Implantate laut einer Meta-Analyse deutlich häufiger aus als bei Menschen ohne Bruxismus.
  • Eine nachts getragene Aufbissschiene, stabile Materialien ohne spröde Verblendung auf der Kaufläche und regelmäßige Kontrollen senken das Risiko spürbar.
  • Schmerzt ein Implantat dauerhaft beim Kauen, sollten Sie es zeitnah untersuchen lassen.

Inhaltsverzeichnis

Was beim Knirschen im Mund passiert

Zahnärzte sprechen von Bruxismus, wenn die Kaumuskulatur immer wieder aktiv wird, ohne dass gekaut wird: Die Zähne werden aufeinandergepresst oder gegeneinander verschoben, oft nachts und unbemerkt. Das ist weit verbreitet. Nach der S3-Leitlinie zum Bruxismus, die die deutschen Fachgesellschaften DGFDT und DGZMK erarbeitet haben, ist etwa jede fünfte Person in Deutschland betroffen. Die Leitlinie betont auch, dass Knirschen bei sonst Gesunden nicht automatisch eine Krankheit ist. Für Zähne und Zahnersatz kann es aber zur Belastungsprobe werden.

Die Kräfte sind dabei beachtlich. Nach einer Übersicht im Forum Implantologicum des ITI übersteigen die Belastungen beim Pressen und Knirschen die normalen Kaukräfte bei Weitem. Beim Essen kaut man kurz und mit Pausen. Beim Knirschen dagegen wirkt die Kraft oft minutenlang und dazu seitlich. Gerade seitliche Kräfte sind für Zahnersatz besonders ungünstig.

Vergleich von Kauen und Knirschen

Wie sich Knirschen auf Ihre eigenen Zähne auswirkt, haben wir im Beitrag Zähneknirschen und seine Folgen für Zahnersatz ausführlich beschrieben. Hier geht es um die besondere Situation eines Implantats.

Warum ein Implantat empfindlicher reagiert als ein Zahn

Ein natürlicher Zahn ist nicht starr mit dem Knochen verbunden. Er hängt in einem feinen Fasergeflecht, dem Parodontalligament, das wie ein Stoßdämpfer wirkt und gleichzeitig Druck wahrnimmt. Ein Implantat verwächst dagegen direkt mit dem Knochen. Das macht es stabil, nimmt ihm aber diese Pufferfunktion.

Daraus ergeben sich zwei Effekte:

  1. Die Kraft kommt ungedämpft an. Nach einer Übersichtsarbeit von Shafiee und Nourizadeh (2025) wirken Knirschkräfte bei Implantaten direkt auf die Grenzfläche zwischen Implantat und Knochen sowie auf die Bauteile des Zahnersatzes.
  2. Das Warnsignal fehlt. Implantate haben laut einer Übersicht zur Überlastung von Implantaten (Sadowsky, 2019) eine etwa achtfach geringere Tastempfindlichkeit als natürliche Zähne. Wer auf einem Implantat knirscht, spürt also weniger, wie stark er zubeißt, und presst unter Umständen sogar fester.

Deshalb kann dieselbe Gewohnheit, die bei eigenen Zähnen „nur“ Abrieb verursacht, bei einem Implantat tiefer reichende Folgen haben.

CASA Dentalis Lichterfelde, Drakestraße 23A, 12205 Berlin
CASA DENTALIS
Implantate persönlich besprechen
Bei CASA DENTALIS können Sie Fragen zu Knirschen und Implantaten im persönlichen Gespräch mit einem Berliner Praxisteam klären.
CASA Dentalis Lichterfelde
Drakestraße 23A, 12205 Berlin
Wegbeschreibung öffnen

Mögliche Auswirkungen auf Implantat und Zahnersatz

Die Schäden durch Knirschen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: Schäden am Knochen und am Gewebe (biologisch) sowie Schäden an den Bauteilen (technisch). Eine Auswertung von Implantatkomplikationen bei Bruxismus (Song, 2021) nennt die typischen späten Probleme.

Art der Folge Was passiert Woran Sie es bemerken können
Knochenabbau am Implantathals Überlastung führt zu Rückgang des Knochens rund um das Implantat Oft lange unbemerkt, später Zahnfleischrückgang oder Lockerung, sichtbar im Röntgenbild
Mikrofrakturen im Knochen Feinste Risse im Kieferknochen durch wiederholte Spitzenbelastung Meist keine Symptome, kann zu Knochen- und Implantatverlust führen
Schraubenlockerung Die Verbindungsschraube zwischen Implantat und Aufbau lockert sich Krone wackelt leicht, Klickgeräusch, Druckgefühl
Schraubenbruch Die Schraube bricht unter Dauerbelastung Krone sitzt plötzlich lose
Abplatzungen und Brüche Keramik oder Porzellan der Krone oder Brücke bricht ab Scharfe Kante, sichtbarer Defekt
Lösen der Krone Eine zementierte Krone löst sich vom Aufbau Krone fällt ab oder bewegt sich
Implantatbruch Das Implantat selbst bricht, selten, aber möglich Lockerung, Schmerzen, Implantat muss entfernt werden

Nicht jede dieser Folgen ist gleich ernst. Eine gelockerte Schraube lässt sich meist gut beheben, wenn sie früh entdeckt wird. Fortgeschrittener Knochenabbau oder ein gebrochenes Implantat sind dagegen aufwendiger zu behandeln. Was im Einzelfall zum Verlust eines Implantats führen kann und welche Wege es danach gibt, erklären wir im Beitrag Implantat fehlgeschlagen: Ursachen und Lösungen.

Wie groß das Risiko tatsächlich ist

Die Frage, ob Knirschen Implantate wirklich häufiger scheitern lässt, war lange umstritten. Inzwischen ist die Datenlage klarer:

  • Eine systematische Übersicht mit Meta-Analyse von Häggman-Henrikson und Kollegen (2023) kommt zu dem Ergebnis, dass Implantate bei Menschen mit wahrscheinlichem Bruxismus ein statistisch signifikant höheres Ausfallrisiko haben. Die Odds Ratio lag bei 2,189. Vereinfacht gesagt ist das Risiko eines Implantatverlusts also etwa doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Knirschen.
  • In Studien, die Sadowsky 2019 zusammengefasst hat, sank die Überlebensrate von Implantaten bei knirschenden Patienten von 90 Prozent nach einem Jahr auf 72 Prozent nach fünf Jahren.
  • Derselben Übersicht zufolge können 20 bis 35,9 Prozent der Betroffenen beim Knirschen so hohe Kräfte erzeugen, dass Mikrofrakturen im Knochen um das Implantat entstehen.

Diese Zahlen klingen zunächst beunruhigend. Sie beziehen sich aber auf Patientengruppen, bei denen das Knirschen oft nicht gezielt behandelt wurde. Sie zeigen vor allem, warum Schutzmaßnahmen wichtig sind. Schon 2012 haben Komiyama und Kollegen darauf hingewiesen: Auch wenn ein direkter ursächlicher Zusammenhang damals nicht bewiesen war, ist das kein Freibrief, sondern ein Grund für eine besonders vorsichtige Planung. Einen Überblick über weitere Einflussfaktoren finden Sie in unserem Beitrag Zahnimplantat-Risiken im Überblick.

Implantat trotz Knirschen: Was dafür spricht

Viele Patientinnen und Patienten fragen uns, ob sie wegen ihres Knirschens überhaupt für ein Implantat infrage kommen. Die Antwort ist in den meisten Fällen ja. Laut ITI Forum Implantologicum ist Bruxismus keine Kontraindikation. Voraussetzung ist, dass das Knirschen erkannt und der Zahnersatz entsprechend geplant und geschützt wird.

Ähnlich äußerte sich Professor Peter Rammelsberg von der Universität Heidelberg 2018 in einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Implantologie: Bei korrekter Planung und stabilen Materialien sei das erhöhte Risiko vertretbar.

Auch die Alternativen sind nicht frei von Knirschbelastung. Eine klassische Brücke braucht beschliffene Nachbarzähne als Pfeiler, und auch die tragen die Kräfte des Knirschens. Welche Lösung in Ihrer Situation sinnvoller ist, hängt von Knochen, Nachbarzähnen und Lückengröße ab. Mehr dazu lesen Sie im Vergleich Implantat oder Brücke. Ab 40 kommen häufig mehrere Lücken oder ältere Brücken zusammen. Für diese Situation gibt die Übersicht zu Zahnersatz auf Implantaten ab 40 einen Überblick über die Möglichkeiten.

So wird das Knirschen vor der Planung erkannt

Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie knirschen. Deshalb gehört die gezielte Suche nach Hinweisen in jede sorgfältige Implantatplanung. Nach dem ITI achten Zahnärzte dabei vor allem auf:

  • Abriebspuren an den eigenen Zähnen, also abgeflachte Kauflächen oder glänzende Schliffflächen
  • Vergrößerte Kaumuskeln, besonders am Kieferwinkel tastbar
  • Hinweise aus dem Gespräch, etwa Knirschgeräusche in der Nacht, die ein Partner oder eine Partnerin bemerkt hat
  • Morgendliche Beschwerden wie verspannte Kiefermuskeln, Kopfschmerzen an den Schläfen oder empfindliche Zähne
  • Schäden an vorhandenem Zahnersatz, zum Beispiel abgeplatzte Keramik an älteren Kronen

Häggman-Henrikson und Kollegen empfehlen, Bruxismus bereits in der Planungsphase einzuschätzen. Standardisierte Fragebögen und Befundschemata wie das STAB-Projekt (Standardised Tool for the Assessment of Bruxism) können dabei helfen.

Für Sie heißt das: Erzählen Sie im Beratungsgespräch ruhig offen, wenn Sie vermuten, dass Sie knirschen oder pressen. Das ist kein Hindernis, sondern eine wichtige Information für eine haltbare Versorgung.

Wie Sie Ihr Implantat beim Knirschen schützen

Schutz entsteht aus mehreren Bausteinen, die sich ergänzen. Shafiee und Nourizadeh nennen 2025 neben der Schiene eine durchdachte Implantatplanung, angepasste Prothesendesigns und eine engmaschige Nachsorge.

  1. Aufbissschiene für die Nacht. Eine individuell angefertigte Schiene, zum Beispiel eine Michigan-Schiene, verteilt die Kräfte und entlastet Zähne und Implantate. In fotoelastischen Untersuchungen, die in der Übersicht von Shafiee und Nourizadeh zitiert werden, senkte eine Aufbissschiene die Spannung im implantatgetragenen Zahnersatz je nach Belastung um 33,2 bis 73,3 Prozent. Komiyama und Kollegen raten, die Schiene im Bereich der Implantate so zu gestalten, dass keine direkte Kraft auf das Implantat übertragen wird, etwa durch Aussparen oder Entlasten der Kaufläche.
  2. Stabile Materialien. Professor Rammelsberg empfiehlt für knirschende Patienten hochfeste Keramiken oder Metall und den Verzicht auf Verblendungen der Kauflächen. Monolithische Kronen, also aus einem Block gefertigt, platzen deutlich seltener ab als verblendete.
  3. Durchdachte Position und Anzahl der Implantate. Wo die Implantate sitzen, wie viele es sind und wie lang und dick sie sind, beeinflusst, wie gut die Kräfte verteilt werden. Bei größeren Versorgungen kann ein zusätzliches Implantat die Last auf mehr Schultern verteilen.
  4. Ausgeglichener Biss. Die Krone auf dem Implantat wird so eingeschliffen, dass sie bei Seitwärtsbewegungen nicht allein die Last trägt. Flachere Höcker reduzieren seitliche Kräfte.
  5. Regelmäßige Kontrollen. Schraubensitz, Bisskontakte, Zahnfleisch und Knochen sollten in festen Abständen geprüft werden. So fallen kleine Probleme auf, bevor sie groß werden.
  6. Ursachen angehen. Stress, Schlafprobleme oder Verspannungen spielen beim Knirschen oft eine Rolle. Entspannungsübungen, Physiotherapie oder ein Gespräch mit der Hausärztin können ergänzend sinnvoll sein.

Zu den Kosten der Schiene: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen eine Aufbissschiene, wenn sie medizinisch notwendig ist. Die DAK beschreibt das auf ihrer Seite zum Beispiel ausdrücklich. Welche Ausführung bezahlt wird und ob ein Eigenanteil entsteht, klären wir vor der Anfertigung mit Ihnen.

Die Schiene wirkt nur, wenn Sie sie regelmäßig tragen. Bringen Sie sie zu den Kontrollterminen mit, damit wir Passform und Abnutzung prüfen können. Eine stark abgenutzte oder gerissene Schiene sollte ersetzt werden.

Wenn das Implantat beim Kauen schmerzt

In den ersten Tagen nach dem Einsetzen sind Druckgefühl und leichte Schmerzen normal. Ein gut eingeheiltes Implantat sollte beim Kauen aber nicht wehtun. Schmerzt es dauerhaft, stimmt etwas nicht, sagt Prof. Florian Beuer im Gesundheitsmagazin der Envivas. Mögliche Ursachen sind ein nicht fest verwachsenes Implantat oder eine Entzündung im Zahnfleisch oder Knochen, die sogenannte Periimplantitis.

Bei Menschen, die knirschen, kommen weitere Ursachen hinzu: eine gelockerte Schraube, ein zu hoher Bisskontakt auf der Krone oder eine Überlastung des umgebenden Knochens. Auch die verspannte Kaumuskulatur selbst kann Schmerzen im Kiefer auslösen, die man dem Implantat zuordnet.

So gehen Sie vor:

  • Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn der Schmerz länger als ein paar Tage anhält, die Krone wackelt, das Zahnfleisch blutet, anschwillt oder eitert.
  • Kauen Sie vorübergehend auf der anderen Seite und meiden Sie sehr harte Speisen.
  • Tragen Sie Ihre Schiene weiter, sofern sie nicht selbst drückt.
  • Ziehen Sie nichts selbst nach und versuchen Sie nicht, eine lose Krone wieder festzudrücken.

Bei starken Schmerzen, einer Schwellung im Gesicht oder Fieber warten Sie bitte nicht auf einen regulären Termin. Unser zahnärztlicher Notdienst in Berlin ist täglich für Sie da.

Unsere Sicht aus der Praxis

Wir sehen in unseren Praxen im Süden und Westen Berlins viele Menschen ab 40, die schon lange knirschen und denen das erst auffällt, wenn eine Krone bricht oder ein Zahn fehlt. Unsere Erfahrung: Das Knirschen selbst ist selten das Problem. Zum Problem wird es, wenn niemand danach fragt.

Deshalb sprechen wir vor jeder Implantatplanung offen darüber. Wir schauen uns Ihre Zähne, Ihre Kaumuskeln und Ihren vorhandenen Zahnersatz genau an und fragen nach Ihren Nächten. Wenn Sie knirschen, planen wir von Anfang an anders: mit stabilen Materialien, einem ruhigen Biss und einer Schiene, die zu Ihren Implantaten passt. Wir arbeiten dabei mit Implantaten von Nobel Biocare, einem der weltweit führenden Hersteller.

Als Familienpraxis begleiten wir viele Patienten über Jahre. Genau das ist beim Knirschen wichtig: Ein Implantat ist kein einmaliger Eingriff, sondern eine Versorgung, die regelmäßige Pflege braucht. Wenn wir Sie bei den Kontrollen kennen, fällt uns eine lockere Schraube oder eine abgenutzte Schiene früh auf. Wir möchten, dass Sie sich mit Ihrem Knirschen nicht schämen, sondern gut aufgehoben fühlen.

— Dr. Herbst (Zahnarzt und Mitgründer von CASA DENTALIS)

Implantate bei CASA DENTALIS in Berlin

Sie knirschen und möchten wissen, ob ein Implantat für Sie infrage kommt? In unserem Beratungsgespräch prüfen wir Ihre Ausgangslage und erklären Ihnen Ablauf und Kosten transparent. Für eine Einzelzahnversorgung mit Implantat liegen die Kosten bei uns bei 800 bis 1.600 €, je nach Ausgangssituation. Eine Zahnkrone bieten wir für 400 € an. Wer Angst vor der Behandlung hat, kann mit uns über Lachgas oder eine Vollnarkose sprechen.

Mit fünf Standorten im Süden und Westen Berlins finden Sie uns in Ihrer Nähe, zum Beispiel in unserer Praxis in Lichterfelde in der Drakestraße 23a. Alle Informationen zu Behandlung und Preisen finden Sie auf unserer Seite zu Zahnimplantaten in Berlin. Vereinbaren Sie gern einen Termin, wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.

Häufige Fragen

Kann ich ein Implantat bekommen, wenn ich nachts knirsche?

Ja, in den allermeisten Fällen. Knirschen ist kein Ausschlussgrund, es muss aber bei Planung, Materialwahl und Nachsorge berücksichtigt werden. Meist gehört eine individuell angepasste Aufbissschiene für die Nacht dazu.

Wie lange hält ein Implantat, wenn man knirscht?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Studien zeigen bei unbehandeltem Knirschen ein etwa doppelt so hohes Ausfallrisiko wie ohne Bruxismus. Mit Schiene, stabilem Zahnersatz und regelmäßigen Kontrollen lässt sich dieses Risiko deutlich senken.

Muss ich die Knirscherschiene für immer tragen?

Solange Sie knirschen, ist die Schiene der wichtigste Schutz für Ihr Implantat. Viele Menschen tragen sie deshalb dauerhaft in der Nacht. Ob Sie sie irgendwann weglassen können, besprechen wir bei den Kontrollen anhand von Abriebspuren und Beschwerden.

Woran merke ich, dass mein Implantat überlastet ist?

Typische Hinweise sind eine wackelnde Krone, ein Klickgeräusch beim Kauen, abgeplatzte Keramik oder anhaltender Druckschmerz. Knochenabbau verläuft dagegen oft lange ohne Beschwerden. Deshalb sind regelmäßige Kontrolltermine mit gelegentlichem Röntgenbild so wichtig.

Zahlt die Krankenkasse die Schiene, wenn ich ein Implantat habe?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen eine Aufbissschiene, wenn sie medizinisch notwendig ist. Das gilt unabhängig davon, ob Sie Implantate haben. Sonderausführungen können einen Eigenanteil verursachen, den wir vorher mit Ihnen besprechen.

Quellen

ITI Forum Implantologicum: Implantattherapie bei Bruxismus Springer Medizin: S3-Leitlinie Bruxismus Shafiee und Nourizadeh (2025): Bruxism in implant-supported rehabilitations Sadowsky (2019): Occlusal overload with dental implants Song (2021): Implant complications in bruxism patients Häggman-Henrikson et al. (2023): Bruxism and dental implants Komiyama et al. (2012): Clinical Management of Implant Prostheses in Patients with Bruxism idw: Implantate und Kiefergelenkserkrankungen (2018) DAK: Bezahlt die DAK die Aufbissschiene? Envivas Magazin: Probleme mit dem Zahnimplantat

CASA DENTALIS
Fragen zu Ihrem Implantat?
Rufen Sie CASA DENTALIS an, um Ihre Fragen zu Zähneknirschen und Implantaten mit dem Praxisteam zu besprechen.

Empfehlungen

Datenschutzeinstellungen
When you visit our website, it may store information through your browser from specific services, usually in form of cookies. Here you can change your privacy preferences. Please note that blocking some types of cookies may impact your experience on our website and the services we offer.