Wartezeiten beim Zahnarzt: Was tun, wenn es mal länger dauert?

1. Wie lange ist eine „normale" Wartezeit beim Zahnarzt?

Die Wartezeit beim Zahnarzt hängt von vielen Faktoren ab, aber in der Regel sollte sie nicht länger als eine Stunde sein. In manchen Fällen kann es allerdings auch länger dauern.

Einige Faktoren, die den Zeitraum beeinflussen, sind umfangreiche Behandlungen, Notfälle oder andere Unvorhergesehenes.

Normalerweise dauert eine Routineuntersuchung nicht länger als 30 Minuten und in der Regel können Sie in einem fast leeren Wartezimmer bereits nach 20–30 Minuten mit Ihrer Behandlung rechnen. Dennoch gibt es viele Situationen, in denen Patienten längere Wartezeiten auf sich nehmen müssen.

In solchen Fällen ist es wichtig, dass Sie wissen, was Sie tun können, um die Zeit beim Zahnarzt sinnvoll zu nutzen und sich trotzdem entspannt zu fühlen.

2. Was kann man tun, um die Wartezeit beim Zahnarzt zu überbrücken?

Eine der besten Möglichkeiten ist es, mit anderen Patienten im Wartezimmer zu plaudern. Viele Menschen kennen den Zahnarzt und haben auch kein Problem damit, mit anderen Patienten zu reden. Unter Umständen erfahren Sie auch etwas über Notfallsituationen bei anderen Patienten und entwickeln so ein ggf. neues Verständnis für unvorhergesehen längere Wartezeiten. Dadurch können Sie sich außerdem die Zeit besser vertreiben und eventuell sogar neue Freundschaften schließen.

Stress - die Abwärtsspirale Ihrer Laune. Was dagegen hilft:

Eine weitere gute Möglichkeit ist es, einfach etwas zu essen oder zu trinken. Viele Menschen haben Angst vor dem Zahnarzt oder stehen gerade unter Zeitdruck und entwickeln unbewusst Stresssymptome, fangen deshalb an zu schwitzen oder bekommen Kopfschmerzen. Um diese Symptome loszuwerden, sollten Sie etwas trinken oder essen – am besten etwas Süßes! Dadurch werden Ihre Kopfschmerzen bald verschwinden und Sie fühlen sich gleich viel besser! Spülen Sie sich danach aber am besten den Mund mit frischem Wasser aus.

Carpe Diem - Nutzen Sie die Wartezeit sinnvoll:

Notizen/Einkaufszettel machen: Eine weitere Möglichkeit ist es, sich Gedankengänge oder Ideen aufzuschreiben oder einfach mal alles auf Papier festzuhalten, was Ihnen gerade so durch den Kopf geht – ideal auch, um den Geist abzulenken und sich besser auf deinen Besuch beim Zahnarzt vorzubereiten!

3. Was tun, wenn die Wartezeit beim Zahnarzt ungewöhnlich lang ist?

Es gibt keine allgemeingültige Zahnarztwartezeit, die für alle Patienten gleich ist. In einigen Fällen kann es jedoch vorkommen, dass Sie länger als erwartet warten müssen.

Eine „ungewöhnlich lange Wartezeit“ beim Zahnarzt beginnt laut Statistik in Deutschland mit etwa 3 Stunden.

Wenn Sie sich Sorgen machen, dass die Wartezeit unangenehm lang ist, können Sie immer noch den Arzt oder das Personal fragen, ob es etwas gibt, das Sie tun können, um die Wartezeit zu verkürzen.

Eine weitere Möglichkeit, die Wartezeit beim Zahnarzt zu verkürzen, ist es, etwas zu lesen oder Videos zu schauen. Viele Zahnarztpraxen haben heutzutage kostenloses WLAN im Wartezimmer. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie nicht zu sehr abgelenkt werden und möglichst Kopfhörer verwenden!

Hören Sie sich Podcasts an: Podcasts ermöglichen es Ihnen, interessante Gespräche oder Information über verschiedene Themen anzuhören – perfekt also für eine lange Wartezeit im Warteraum des Zahnarztes.

Machen Sie einen Spaziergang. Wann haben Sie das letzte Mal einfach einen Spaziergang gemacht, ohne, dass Sie noch etwas erledigen mussten oder einen Termin hatten? Sprechen Sie also mit dem Personal oder dem Arzt und fragen Sie konkret, ob Sie sich für z.B. 30 Minuten oder länger die Beine vertreten gehen könnten.

4. Warum entstehen lange Wartezeiten?

Häufig liegt der Gedanke nahe, dass die Zahnarztpraxis sich einfach zu viele Termine zumutet. Fakt ist aber: Zahnärzte planen Termine grundsätzlich sehr konservativ und mit viel zeitlichem Spielraum.

Denn: viele Fälle lassen sich erst vor Ort gründlich untersuchen und kein Patient möchte inmitten seiner Behandlung den Stuhl verlassen müssen, nur damit ein Nachfolgetermin aus dem vollen Wartezimmer eingehalten werden kann. Außerdem kommen pro Zahnarztpraxis in der Regel 2-5 Notfälle am Tag dazwischen, bei denen verständlicherweise kein Termin vereinbart werden konnte.

In einer Studie aus dem Jahr 2017 hat man zudem herausgefunden, dass Zahnärzte mit verhältnismäßig leeren Wartezimmern eher dazu neigen, Behandlungen durchzuführen, die über die notwendigen Maßnahmen hinaus gehen. Ein volles Wartezimmer bzw. höhere Wartezeiten sind also ein guter Indikator dafür, dass der Zahnarzt nicht einfach nur sehr beliebt ist, sondern auch keine unnötigen Behandlungen durchführt.

In jedem Fall empfehlen wir also, dass Sie sich in Verständnis üben und sich ggf. sogar in den Patienten hineinversetzen, der soeben einen akuten Zahnunfall hatte und eine dringende Behandlung benötigt, um den Zahn zu retten.

5. Fazit

Wir hoffen, dass dieser Artikel Ihnen eine bessere Vorstellung davon gegeben hat, wie lange die Wartezeit beim Zahnarzt normalerweise dauert. Wenn Sie jedoch schon vorab versuchen, sich vor längeren Wartezeiten zu schützen, gibt es einige Möglichkeiten, wie Sie das schaffen können.

Denken Sie daran, den Zahnarzt im Voraus zu kontaktieren, um sicherzustellen, dass er Ihre Besorgnis versteht und nötige Maßnahmen ergreift, um Ihnen eine angenehme Erfahrung zu bieten. Am Ende des Tages ist es am besten, einen vertrauenswürdigen Zahnarzt zu finden, der Ihre Bedürfnisse versteht.

Mit diesem Ratgeber haben wir Ihnen hoffentlich helfen können, damit Sie unbesorgt Ihrem Besuch beim Zahnarzt entgegenblicken können - ohne Angst vor langwierigen Wartezeit haben zu müssen.

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