Kurz gesagt:
- Eine zweite Chance beim Zahnimplantat ist in den meisten Fällen möglich, wenn die Ursache des Verlusts geklärt und ausreichend Knochen vorhanden ist.
- Der Heilungsprozess dauert 3 bis 6 Monate, bei Knochenaufbau kann sich die Dauer auf bis zu 15 Monate verlängern, wobei die Gesamtkosten zwischen 2.600 und 4.160 Euro liegen.
Eine zweite Chance beim Zahnimplantat ist in den meisten Fällen tatsächlich möglich. Die Überlebensrate von Implantaten liegt nach fünf Jahren bei 96,8 %. Das bedeutet: Versagen ist selten, aber es passiert. Wer ein Implantat verloren hat, steht vor der Frage, ob eine erneute Implantation, also eine Reimplantation, infrage kommt. Die Antwort hängt von der Ursache des Verlusts, der verbliebenen Knochensubstanz und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Für Patienten in Berlin, Lichterfelde, Steglitz oder Zehlendorf gibt es konkrete Wege zurück zu festen Zähnen.
Wann ist eine zweite Chance beim Implantat möglich?
Ob eine Reimplantation gelingt, entscheidet sich nicht am Behandlungstisch, sondern in der Diagnose davor. Das erste Implantat muss entfernt, die Ursache des Versagens verstanden und der Kieferknochen beurteilt werden. Erst dann lässt sich sagen, ob und wann ein neues Implantat gesetzt werden kann.

Die gute Nachricht: Die meisten Patienten sind geeignete Kandidaten für einen zweiten Versuch. Voraussetzung ist, dass ausreichend Knochenvolumen vorhanden ist oder durch einen Knochenaufbau wiederhergestellt werden kann. Wer raucht, an unkontrolliertem Diabetes leidet oder bestimmte Medikamente nimmt, trägt ein erhöhtes Risiko. Aber auch diese Faktoren schließen eine Reimplantation nicht automatisch aus.
Warum kann ein Zahnimplantat versagen?
Periimplantitis betrifft 10–16 % aller Implantate und ist die häufigste Ursache für Implantatverlust. Sie ist eine bakterielle Entzündung des Gewebes rund um das Implantat, vergleichbar mit Parodontitis beim natürlichen Zahn. Wird sie früh erkannt, lässt sie sich oft noch behandeln.
Weitere Ursachen für ein fehlgeschlagenes Implantat sind:
- Periimplantitis: Bakterielle Entzündung mit Knochenabbau rund um das Implantat
- Mukositis: Oberflächliche Schleimhautentzündung, die noch reversibel ist und kein Implantatverlust bedeutet
- Materialversagen oder Implantatbruch: Selten, aber möglich bei mechanischer Überlastung
- Unzureichende Osseointegration: Das Implantat hat sich nie fest mit dem Knochen verbunden
- Knochenverlust durch Parodontitis: Vorbestehende Erkrankung, die das Fundament schwächt
Die Symptome, auf die Sie achten sollten, sind Zahnfleischbluten rund um das Implantat, Druckempfindlichkeit, Lockerung des Implantats oder anhaltende Schmerzen. Wichtig ist der Unterschied zwischen Mukositis und Periimplantitis. Mukositis ist eine frühe, noch behandelbare Entzündung der Schleimhaut. Periimplantitis hat den Knochen bereits erfasst und erfordert intensivere Maßnahmen.
Profi-Tipp: Frühzeitig handeln zahlt sich aus. Konservative Laserbehandlung ist bei früher Periimplantitis oft erfolgreich und verhindert die Explantation vollständig.

Wie läuft eine erneute Implantation nach Explantation ab?
Der Weg zur Reimplantation folgt einem klaren Ablauf. Er braucht Zeit, aber er ist gut planbar.
- Explantation: Das geschädigte Implantat wird schonend entfernt. Der Eingriff ist in der Regel ambulant und gut verträglich.
- Heilungsphase: Der Knochen erholt sich. Im Unterkiefer dauert das 3–4 Monate, im Oberkiefer 5–6 Monate. Bei Knochenaufbau verlängert sich dieser Zeitraum.
- Knochenaufbau (falls nötig): Wenn der Knochen durch die Entzündung abgebaut wurde, wird er mit Knochenersatzmaterial aufgebaut. Das Material muss erst einheilen, bevor das neue Implantat gesetzt werden kann.
- Diagnostik und Planung: Eine 3D-Röntgenaufnahme zeigt genau, wie viel Knochen vorhanden ist und wo das neue Implantat optimal sitzt.
- Reimplantation: Das neue Implantat wird gesetzt und darf einheilen.
- Versorgung mit Krone: Nach der Einheilzeit erhält das Implantat seine endgültige Krone.
Der gesamte Prozess dauert, wenn Knochenaufbau nötig ist, 9–15 Monate. Das klingt lang. Aber wer diesen Weg geht, bekommt am Ende ein stabiles, langlebiges Ergebnis.
Was kostet eine Reimplantation?
Transparenz bei den Kosten ist wichtig. Hier eine realistische Übersicht:
| Behandlungsschritt | Ungefähre Kosten |
|---|---|
| Explantation (Implantatentfernung) | 300–600 € |
| Knochenaufbau (falls nötig) | 500–1.500 € |
| Neues Einzelzahnimplantat inkl. Krone | 800–1.600 € |
| Gesamtkosten mit Knochenaufbau | 2.600–4.160 € |
Die Gesamtkosten für Explantation, Knochenaufbau und Reimplantation liegen in der Regel zwischen 2.600 und 4.160 Euro. Der Eigenanteil ohne Zusatzversicherung beträgt häufig 1.750–3.500 Euro. Bei CASA DENTALIS liegen die Preise für Implantate etwa 20–30 % unter dem Berliner Marktniveau. Wer bereits einen Heil- und Kostenplan von einem anderen Zahnarzt hat, kann diesen gerne mitbringen. CASA DENTALIS macht in der Regel ein besseres Angebot.
Profi-Tipp: Fragen Sie beim Beratungsgespräch konkret nach dem Ablauf und den Kosten für Ihren individuellen Fall. Pauschalpreise ohne Befund sind wenig aussagekräftig.
Welche Alternativen gibt es, wenn ein neues Implantat nicht möglich ist?
Nicht jeder Patient ist für eine Reimplantation geeignet. Manchmal fehlt schlicht der Knochen, manchmal sprechen gesundheitliche Gründe dagegen. In diesen Fällen gibt es bewährte Zahnimplantat-Alternativen.
Adhäsivbrücke (Maryland-Brücke)
Die Adhäsivbrücke ist eine schonende Lösung, bei der kein Zahn beschliffen werden muss. Sie wird an den Nachbarzähnen befestigt und eignet sich besonders für den Frontzahnbereich. Adhäsivbrücken aus Zirkonkeramik erreichen nach 10 Jahren eine Erfolgsrate von 94–98 %. Die Kosten liegen zwischen 500 und 2.000 Euro, also deutlich unter denen einer Reimplantation mit Knochenaufbau.
Konventionelle Zahnbrücke
Bei der klassischen Brücke werden die Nachbarzähne als Pfeiler beschliffen und überkront. Das ist eine bewährte Methode, aber sie greift gesunde Zahnsubstanz an. Für Patienten, bei denen die Nachbarzähne ohnehin schon versorgt werden müssen, kann sie sinnvoll sein.
Prothesen auf Implantaten
Wer mehrere Zähne verloren hat, kann mit zwei oder vier Implantaten eine stabile Prothese verankern. Diese Lösung ist deutlich komfortabler als eine herausnehmbare Prothese und bietet guten Halt beim Kauen und Sprechen.
Ein Vergleich der wichtigsten Alternativen:
| Methode | Vorteil | Einschränkung |
|---|---|---|
| Adhäsivbrücke | Kein Knochenaufbau nötig, schonend | Nur für Frontzähne geeignet |
| Konventionelle Brücke | Bewährt, stabil | Nachbarzähne werden beschliffen |
| Implantatgetragene Prothese | Fester Halt, keine Haftcreme | Mindestens 2 Implantate nötig |
Was sollte man bei der Planung einer zweiten Implantatbehandlung beachten?
Wer nach einem Implantatverlust einen neuen Versuch plant, sollte einige Punkte ernst nehmen. Sie erhöhen die Erfolgschancen erheblich.
- Ursache klären: Warum ist das erste Implantat verloren gegangen? Ohne diese Antwort wiederholt sich das Problem.
- Risikofaktoren ansprechen: Rauchen, Diabetes, Medikamente wie Bisphosphonate. Alles muss offen auf den Tisch.
- 3D-Diagnostik einfordern: Eine dreidimensionale Röntgenaufnahme (DVT) zeigt die genaue Knochensituation und macht die Planung sicher.
- Realistische Erwartungen: Mit Knochenaufbau dauert der gesamte Prozess 9–15 Monate. Wer das weiß, ist nicht enttäuscht.
- Nachsorge ernst nehmen: Regelmäßige Kontrolltermine und professionelle Zahnreinigung sind kein Luxus, sondern Voraussetzung für den Langzeiterfolg.
Offene Kommunikation über Risiken und Heilungsdauer erhöht nachweislich die Patientenzufriedenheit und den Therapieerfolg. Wer seinen Zahnarzt vollständig informiert, bekommt die passende Behandlung.
Profi-Tipp: Lesen Sie sich vor dem Beratungsgespräch durch, welche Implantat-Risiken grundsätzlich bestehen. So können Sie gezielt fragen und gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt die beste Lösung finden.
Welche spezialisierten Lösungen gibt es bei wiederholtem Implantatversagen?
Manchmal ist ein zweiter Standardversuch nicht möglich. Der Knochen ist zu stark abgebaut, mehrere Augmentationen sind gescheitert, oder die anatomischen Voraussetzungen lassen eine konventionelle Implantation nicht zu. In diesen Fällen kommen spezialisierte Methoden ins Spiel.
Subperiostale Implantate sind individuell gefertigte Gerüste, die auf dem Kieferknochen aufliegen, statt in ihn eingeschraubt zu werden. Sie eignen sich besonders bei:
- Starkem Knochenverlust, bei dem ein Aufbau nicht mehr sinnvoll ist
- Mehrfach gescheiterten Augmentationen
- Patienten, die keinen weiteren langen Knochenaufbau durchlaufen möchten
- Anatomischen Besonderheiten, die eine Standardimplantation erschweren
Der entscheidende Vorteil: Kein aufwendiger Knochenaufbau ist nötig. Das Gerüst wird individuell auf Basis eines 3D-Scans gefertigt und in einem einzigen chirurgischen Eingriff eingesetzt. Die Lösung bei schwierigen Fällen ist nicht für jeden geeignet, aber sie gibt Patienten eine echte Option, die sonst keine mehr hätten.
Vor jeder Entscheidung steht eine individuelle Neubewertung. Was beim ersten Versuch nicht funktioniert hat, muss beim zweiten nicht zwangsläufig wieder scheitern. Aber der Plan muss ein anderer sein.
Wichtige Erkenntnisse
Eine Reimplantation ist in den meisten Fällen möglich, wenn die Ursache des Verlusts bekannt ist, ausreichend Knochen vorhanden oder aufbaubar ist und die Behandlung sorgfältig geplant wird.
| Thema | Details |
|---|---|
| Überlebensrate von Implantaten | 96,8 % nach 5 Jahren; Versagen ist selten, aber behandelbar. |
| Häufigste Versagensursache | Periimplantitis betrifft 10–16 % aller Implantate und ist frühzeitig behandelbar. |
| Heilungszeit nach Explantation | 3–6 Monate, mit Knochenaufbau verlängert sich der Gesamtprozess auf 9–15 Monate. |
| Kosten der Reimplantation | Gesamtkosten liegen typischerweise zwischen 2.600 und 4.160 Euro. |
| Alternativen zur Reimplantation | Adhäsivbrücken, konventionelle Brücken oder implantatgetragene Prothesen sind bewährte Optionen. |
Was ich nach Jahren in der Praxis gelernt habe
Patienten, die nach einem Implantatverlust zu mir kommen, sind oft entmutigt. Sie haben Geld investiert, Zeit aufgewendet, und dann ist etwas schiefgegangen. Das ist verständlich. Und ich sage ihnen immer dasselbe: Ein gescheitertes Implantat ist kein Urteil über Ihre Mundgesundheit. Es ist ein Hinweis, dass etwas beim ersten Versuch nicht gepasst hat.
Was mich nach vielen Jahren in der Implantologie immer noch überrascht: Wie oft Patienten mit einem fehlgeschlagenen Implantat zu uns kommen, ohne zu wissen, warum es versagt hat. Kein Zahnarzt hat es ihnen erklärt. Das ist das eigentliche Problem. Denn wer die Ursache nicht kennt, kann sie nicht beheben.
Meine ehrliche Einschätzung: Eine Reimplantation ohne gründliche Ursachenanalyse ist ein Glücksspiel. Mit ihr ist sie eine gut kalkulierbare Behandlung mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit. Die Langzeiterfolg-Faktoren sind bekannt. Wir kennen sie. Und wir wenden sie an.
Was ich Patienten in Berlin rate: Kommen Sie nicht mit der Frage „Kann ich ein neues Implantat bekommen?" Kommen Sie mit der Frage „Was ist beim ersten Mal schiefgegangen?" Die Antwort darauf bestimmt alles Weitere.
— Dr. Herbst, Zahnarzt und Mitgründer von CASA DENTALIS
CASA DENTALIS: Günstige Reimplantation in Berlin
Wer nach einem Implantatverlust einen neuen Weg sucht, findet bei CASA DENTALIS erfahrene Implantologen an fünf Standorten im Süden und Westen Berlins, unter anderem in Lichterfelde, Steglitz und Zehlendorf. Die Praxis arbeitet mit Nobel Biocare, einem der weltweit führenden Implantatanbieter, und liegt mit ihren Preisen rund 20–30 % unter dem Berliner Marktniveau.
Ein Einzelzahnimplantat kostet bei CASA DENTALIS je nach Zahnposition zwischen 800 und 1.600 Euro. Wer bereits einen Heil- und Kostenplan von einem anderen Zahnarzt hat, kann ihn gerne mitbringen. CASA DENTALIS macht in der Regel ein besseres Angebot. Die Beratung ist kostenlos. Für Patienten, die günstige Zahnimplantate in Berlin suchen, ist CASA DENTALIS eine verlässliche Adresse. Erfahrene Implantologen in Berlin stehen für Fragen zur Verfügung.
Jetzt Termin vereinbaren: 030 53 14 19 10 oder online unter casa-dentalis.de.
FAQ
Ist eine zweite Implantation nach Verlust immer möglich?
In den meisten Fällen ja. Voraussetzung ist ausreichend Knochen oder die Möglichkeit eines Knochenaufbaus sowie die Kenntnis der Ursache des ersten Verlusts.
Wie lange muss ich nach der Explantation warten?
Im Unterkiefer sind es in der Regel 3–4 Monate, im Oberkiefer 5–6 Monate. Bei Knochenaufbau verlängert sich die Wartezeit entsprechend.
Was kostet eine Reimplantation in Berlin?
Die Gesamtkosten für Explantation, Knochenaufbau und neues Implantat liegen typischerweise zwischen 2.600 und 4.160 Euro. Bei CASA DENTALIS liegen die Preise rund 20–30 % unter dem Berliner Durchschnitt.
Was tun, wenn ein Implantat sich lockert oder schmerzt?
Sofort einen Zahnarzt aufsuchen. Frühzeitig behandelte Entzündungen wie Mukositis lassen sich oft noch ohne Implantatverlust beheben.
Gibt es Alternativen, wenn eine Reimplantation nicht möglich ist?
Ja. Adhäsivbrücken aus Zirkonkeramik erreichen nach 10 Jahren eine Erfolgsrate von 94–98 % und kosten 500–2.000 Euro. Konventionelle Brücken und implantatgetragene Prothesen sind weitere bewährte Optionen.


